So packen Sie Business-Kleidung für Japan
Die japanische Geschäftskultur verlangt konservative, makellos gepflegte Kleidung. Packen Sie dunkle Anzüge (marineblau oder anthrazit), weiße Hemden, dezente Krawatten und polierte Anzugschuhe ein. Ergänzen Sie dies mit einer schlanken Laptoptasche, einem Visitenkartenetui und Knitter-Spray. Planen Sie tägliche Outfitwechsel ein – japanische Berufstätige bemerken wiederholtes Tragen.
- Wählen Sie Ihre Anzugstrategie. Bringen Sie mindestens 2 Anzüge für eine einwöchige Reise mit. Marineblau und Anthrazitgrau sind am sichersten. Schwarze Anzüge wirken als formelle/Trauerkleidung. Vermeiden Sie braune, beige oder helle Farben. Stoffe sollten knitterarme Wollmischungen sein. Japanische Büros sind das ganze Jahr über warm – verzichten Sie auf schwere Winteranzüge, selbst im Dezember.
- Packen Sie konservative Hemden und Accessoires. Weiße Hemden sind Standard. Hellblau ist akzeptabel. Keine Muster, keine Button-Down-Kragen. Bringen Sie ein Hemd pro Tag mit – erneutes Tragen wird bemerkt. Krawatten sollten aus Seide sein, unifarben oder mit minimalen geometrischen Mustern. Vermeiden Sie Novelty-Krawatten, breite Streifen oder etwas Auffälliges. Gürtel und Schuhe müssen schwarzes Leder und poliert sein.
- Kümmern Sie sich um die Schuhfrage. Sie werden mehrmals täglich die Schuhe ausziehen. Packen Sie Schlupf-Anzugschuhe oder Schuhe mit Schnellverschlüssen ein. Achten Sie darauf, dass Ihre Socken einwandfrei sind – keine Löcher, keine abgenutzten Fersen, nur dunkle Farben. Bringen Sie Ersatzsocken mit. Erwägen Sie das Mitnehmen von Büro-Hausschuhen, wenn Ihr Unternehmen Ihnen einen Schreibtisch zur Verfügung stellt.
- Fügen Sie wesentliche Geschäftswerkzeuge hinzu. Visitenkartenetui (meishi-ire) ist obligatorisch – ziehen Sie niemals Karten aus einer Geldbörse. Schmale Ledermappe oder Laptoptasche, schwarz oder dunkelbraun. Vermeiden Sie Rucksäcke für Kundengespräche. Fügen Sie einen hochwertigen Stift hinzu. Bringen Sie mehr Visitenkarten mit, als Sie denken, dass Sie brauchen.
- Packen Sie Pflege- und Wartungsartikel. Knitter-Spray für Hotel-Nachbesserungen. Fusselrolle. Schuhputztücher. Die japanische Geschäftskultur legt Wert auf ein makelloses Erscheinungsbild. Hotels bieten einen Wäscheservice an, der jedoch 24 Stunden dauert. Planen Sie entsprechend oder packen Sie Woolite für die Handwäsche ein.
- Kann ich denselben Anzug zwei Tage hintereinander tragen?
- Technisch gesehen ja, aber japanische Kollegen bemerken es. Wenn es sein muss, stellen Sie sicher, dass es absolut faltenfrei ist und wechseln Sie Krawatten/Hemden. Für einwöchige Reisen bringen Sie 2-3 Anzüge mit, um offensichtliche Wiederholungen zu vermeiden.
- Sind Aktentaschen oder Rucksäcke angebrachter?
- Schmale Leder-Aktentaschen oder Laptoptaschen für Kundengespräche. Rucksäcke sind beim Pendeln üblich, aber wechseln Sie vor Meetings zu einer professionellen Tasche. Japanische Geschäftsleute tragen oft beides.
- Was ist mit Business Casual oder Smart Casual?
- Sofern nicht ausdrücklich anders angegeben, gehen Sie von vollständiger Business-Formalität aus. Die Startup-Kultur erlaubt möglicherweise Business Casual, aber traditionelle Unternehmen erwarten Anzüge. Im Zweifelsfall kleiden Sie sich lieber etwas zu formell. Sie können jederzeit die Jacke ausziehen.
- Muss ich Innenraumschuhe einpacken?
- Manche Unternehmen stellen Hausschuhe zur Verfügung. Fragen Sie Ihren Gastgeber im Voraus. Wenn ja, bringen Sie saubere Socken mit. Wenn nein, sind Ihre Anzugschuhe in Ordnung. Betreten Sie Büroflure niemals mit Straßenschuhen, wenn Hausschuhe bereitgestellt werden.
- Wie viele Visitenkarten sollte ich mitbringen?
- Bringen Sie für eine Woche über 100 Karten mit. Der Austausch von Visitenkarten (meishi koukan) findet bei jeder Vorstellung statt. Wenn Ihnen die Karten ausgehen, ist das peinlich. Bestellen Sie zusätzliche Exemplare, bevor Sie abreisen – japanische Druckereien sind teuer.