Unterwegs im ostafrikanischen Backpacker-Stil
Das Backpacking in Ostafrika setzt auf Matatus (Sammelkleinbusse), Boda-Bodas (Motorradtaxis) und Nachtbusse zwischen den Ländern. Laden Sie Offline-Karten herunter, führen Sie Bargeld in kleinen Scheinen mit sich und verhandeln Sie Transportpreise immer im Voraus. Grenzübergänge können 2-6 Stunden dauern, planen Sie entsprechend.
- Meistern Sie das Matatu-System. Diese Kleinbusse sind Ihr Haupttransportmittel innerhalb der Länder. Sie fahren ab, wenn sie voll sind (14-18 Personen). Suchen Sie die Matatu-Station (Terminal) und fragen Sie die Schaffner nach Ihrem Ziel. Bezahlen Sie den Schaffner, nicht den Fahrer. Typische Kosten: 0,50-2 $ pro Reisestunde.
- Nutzen Sie Boda-Bodas für kurze Strecken. Motorradtaxis eignen sich für Fahrten von 1-10 km. Verhandeln Sie immer den Preis, bevor Sie einsteigen. Rechnen Sie mit 1-3 $ für kurze Stadtfahrten, 3-8 $ für längere Strecken. Bestehen Sie auf einem Helm, falls verfügbar. Fahren Sie niemals nachts oder bei starkem Regen mit Boda-Bodas.
- Buchen Sie Nachtbusse für Fernreisen. Unternehmen wie Modern Coast (Kenia), Jaguar (Tansania) und Gateway (Uganda) bieten Nachtrouten an. Buchen Sie Sitzplätze 1-2 Tage im Voraus. Kosten: 15-30 $ für 8-12-stündige Fahrten. Bringen Sie Schichten mit – Busse fahren mit voller Klimaanlage. Bewahren Sie Wertsachen bei sich auf, nicht im Gepäckraum.
- Navigieren Sie Grenzübergänge. Kommen Sie vor 16 Uhr an den Grenzen an. Halten Sie Reisepass, Gelbfieberimpfzertifikat und die genauen Visagebühren bereit. Nutzen Sie nur offizielle Grenzübergänge. Rechnen Sie mit 200-500 m Fußweg zwischen Aus- und Einreise. Ignorieren Sie inoffizielle 'Helfer', die Geld verlangen.
- Laden Sie Offline-Navigation herunter. Laden Sie Maps.me oder Google Maps offline herunter, bevor Sie das WLAN verlassen. Die meisten Fahrer sprechen kein fließendes Englisch. Zeigen Sie Ihr Ziel auf dem Kartenbildschirm. Speichern Sie wichtige Orte: Busbahnhöfe, Grenzen, Unterkünfte.
- Umgang mit Transportbetrug. Häufiger Betrug: gefälschte Busunternehmen, Überteuerung von Touristen, 'Pannen'-Fahrzeuge, die zusätzliche Zahlungen verlangen. Fragen Sie immer Einheimische nach den aktuellen Preisen. Buchen Sie den Transport, wenn möglich, über Ihre Unterkunft. Vertrauen Sie etablierten Unternehmen mehr als zufälligen Türstehern.
- Kann ich Fahrdienst-Apps wie Uber nutzen?
- Uber gibt es nur in Nairobi, Kampala und Daressalam. Bolt (ehemals Taxify) ist in größeren Städten verfügbar. Außerhalb der Hauptstädte gibt es diese Apps nicht. Setzen Sie stattdessen auf Matatus und Boda-Bodas.
- Woher weiß ich, ob ein Busunternehmen seriös ist?
- Achten Sie auf ordnungsgemäße Busbahnhöfe (nicht auf zufälligen Straßenecken), gedruckte Tickets mit Firmenlogos und Busse mit aufgemalten Firmennamen. Fragen Sie Ihre Unterkunft nach Empfehlungen. Meiden Sie Unternehmen, die nur von Straßengangstern betrieben werden.
- Was passiert, wenn mir auf einer langen Busfahrt schlecht wird?
- Busse halten alle 2-3 Stunden für Toilettenpausen und Mahlzeiten. Nehmen Sie Mittel gegen Reiseübelkeit und Elektrolytpulver mit. Setzen Sie sich nach vorne, um Reisekrankheit zu minimieren. Die meisten Busse haben keine Toilette an Bord.
- Muss ich Fahrern und Schaffnern Trinkgeld geben?
- Trinkgelder sind für Matatus oder Busse nicht üblich. Bei Boda-Bodas rundet man bei gutem Service auf den nächsten Dollar auf. An Grenzen sollten Sie niemals Beamten 'Trinkgelder' zahlen – das sind Bestechungsgelder und können Sie in Schwierigkeiten bringen.