Wie man die Dolomiten bereist

Die Dolomiten lassen sich am besten mit dem Auto erkunden, da man so flexibel zwischen den verschiedenen Tälern wechseln kann. Plane mindestens 5-7 Tage ein, um die wichtigsten Gebiete zu sehen, und buche Unterkünfte im Voraus, besonders von Juni bis September.

  1. Anreise planen. Fliege nach Innsbruck (1,5h Fahrt), München (3h) oder Venedig (2,5h). Miete ein Auto am Flughafen - öffentliche Verkehrsmittel sind in den Bergen sehr eingeschränkt. Die A22 Brennerautobahn ist die Hauptverbindung.
  2. Basecamp wählen. Wähle 2-3 Standorte als Ausgangspunkt: Cortina d'Ampezzo für die östlichen Dolomiten, Gröden/Val Gardena für Seiser Alm und Seceda, Canazei für Sella-Gruppe. Plane jeweils 2-3 Nächte pro Ort.
  3. Wanderungen buchen. Kaufe die Dolomiti Mobilcard (bis zu 45€ für 7 Tage) für Seilbahnen und Busse. Buche Hütten-Übernachtungen 2-3 Monate im Voraus. Lade die App '3BMeteo' für aktuelle Bergwetter-Vorhersagen herunter.
  4. Hauptrouten fahren. Fahre die Große Dolomitenstraße (SS48/SS241) von Bozen nach Cortina. Plane den Sellapass, Grödner Joch und Giau-Pass ein. Rechne mit 30-45 Minuten pro Pass, plus Foto-Stopps.
  5. Must-Do Aktivitäten. Seiser Alm (größte Hochalm Europas), Drei Zinnen Wanderung (3-4h), Seceda für Instagram-Fotos, Pragser Wildsee am frühen Morgen (vor 8 Uhr für weniger Touristen). Jede Aktivität braucht einen vollen Tag.
Kann man die Dolomiten ohne Auto bereisen?
Möglich, aber sehr umständlich. Es gibt Busverbindungen zwischen größeren Orten, aber zu Wanderstartpunkten und Seilbahnen fährt man oft 30-45 Minuten. Ein Auto gibt dir die Flexibilität, die du brauchst.
Wann ist die beste Zeit für weniger Touristen?
Ende September/Anfang Oktober oder Mitte Juni vor den Sommerferien. Werktage sind generell ruhiger. Meide Juli/August und alle italienischen Ferienzeiten (um Ferragosto am 15. August).
Wie schwierig sind die Wanderungen?
Sehr unterschiedlich. Seiser Alm und Pragser Wildsee sind auch für Familien geeignet. Drei Zinnen ist mittelschwer (3-4h). Klettersteige wie Via Ferrata erfordern Erfahrung und Ausrüstung. Immer Wetter und eigene Fitness realistisch einschätzen.